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Autoscheibe, Windschutzscheibe kaputt? Steinschlag-Reparatur kostenlos

Wann ist die Steinschlag-Reparatur kostenlos?
Wenn Sie eine Teilkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen haben. Bitte beachten Sie: Falls Sie einen Teilkasko-Vertrag mit Werkstattbindung abgeschlossen haben, sollten Sie die Verbundglasreparatur in einer Partnerwerkstatt des Versicherers durchführen lassen, da Sie bei Wahl einer anderen Werkstatt die Kosten zum größten Teil selbst tragen müssen.

Genaueres dazu können Sie den AKB (Allgemeine Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung) Ihres Versicherungsvertrags entnehmen.

Warum ist die Steinschlag-Reparatur kostenlos?
Die meisten Versicherungsgesellschaften ziehen die Steinschlag-Reparatur dem Austausch der Scheibe vor und übernehmen die gesamten Kosten. Daher wird in den meisten Fällen von den Versicheren auf die Zahlung der Selbstbeteiligung verzichtet.


Unser Tipp zur Steinschlag-Reparatur

Eine Autoglas-Steinschlag-Reparatur ist eine echte Alternative zum Austausch der Windschutzscheibe. Auch wenn Sie keine Teilkaskoversicherung abgeschlossen haben, eine Steinschlag-Reparatur stellt die Funktion der Scheibe wieder her.

Alles Wissenswerte zur Reparatur von Steinschlagschäden und den Reparaturmöglichkeiten können sie in der ausführlichen Information nach dem folgenden Videoclip zum Ablauf einer Steinschlag-Reparatur nachlesen.


Video: So wird ein Steinschlag repariert


Mit freundlicher Genehmigung von ProGlass GmbH.


Ausführliche Informationen zur Steinschlag-Reparatur

Ein vorausfahrender LKW wirbelt einen kleinen Stein auf, der nur ein paar Gramm wiegt, durch die Beschleunigung auf 80 km/h wird der kleine Stein zum Geschoß, das mit kiloschwerer Aufprallwucht auf die Windschutzscheibe trifft.

Das Glas, meistens nur die Außenscheibe einer Verbundglasscheibe, bricht an dieser Stelle. Verbundglasscheiben stehen nicht unter Spannung. Eine Verbundglasscheibe besteht aus zwei dünnen Scheiben, die von einer zähelastischen Kunststoff-Folie zusammengehalten werden. Die kleine Glasbeschädigung verletzt also nur das Glas, hat aber für die Gesamtfunktion der Scheibe meistens zunächst keine Bedeutung. Verbundglasscheiben können in Einbaulage im Fahrzeug, selbst bei kleinen Beschädigungen der Innenscheibe oder Außenscheibe, nicht plötzlich platzen, zerbröseln oder in sich zusammenfallen.

Was in aller Regel zunächst passiert: Nichts. Im Moment des Aufpralls kann sich der Fahrer erschrecken, so er denn den Einschlag überhaupt bemerkt. Was weiter passieren kann, aber nicht muss: Da die Statik der Scheibe verletzt ist, können sich durch Karosserieverwindungen, die ja alleine schon im normalen Fahrbetrieb auftreten, entweder kaum sichtbare Haarrisse oder aber auch deutlich sichtbare Risse bilden.

Aber so oder so: Man sollte weder die eventuell mögliche Reparatur, noch einen vielleicht erforderlichen Austausch der Scheibe auf die lange Bank schieben, sondern sich möglichst umgehend darum kümmern, denn: Die Einschlagstelle verschmutzt, je länger sie ungeschützt dem Wetter ausgesetzt ist, desto schlechter wird vor allem das optische Reparaturergebnis. Abgesehen davon hat man als Laie keine Erfahrung, welche Auswirkungen ein Steinschlagschaden haben kann, deshalb ist es in jedem Fall sinnvoll, mit dem Fahrzeug in eine Autoglas-Werkstatt zu fahren, um den Schaden von einem Autoglas-Fachmann besichtigen zu lassen.

Die Reparatur kann normalerweise nach folgender Faustregel erfolgen: Der Steinschlagschaden darf nicht im unmittelbaren Sichtfeld des Fahrers liegen, die Beschädigung sollte in etwa nicht größer als der Durchmesser einer Zwei-Euro-Münze sein, es dürfen keine Risse länger als 3 cm repariert werden und die Einschlagstelle sollte ca. mindestens 10 cm vom Scheibenrand entfernt sein.

Die genauere Diagnose stellt ein Autoglas-Spezialist.

Aber selbst wenn repariert werden kann, ist eine Reparatur nicht immer sinnvoll.

Ein Beispiel: Das Fahrzeug fährt mit der ersten Windschutzscheibe, es hat eine Laufleistung von ca. 80.000 km hinter sich, die Windschutzscheibe ist verschlissen. Denn bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von ca. 13.000 km pro Jahr wurde also auf der relativ empfindlichen Oberfläche der Scheibe zigtausendmal der Scheibenwischer betätigt, es wurde etliche Male Eis gekratzt, Fliegenreste teils mechanisch entfernt, etc. etc. Die Oberfläche der Scheibe ist also mit lauter kleinen Kratzern übersät, die vor allem dafür sorgen, dass man bei dementsprechenden Lichtverhältnissen teils heftig geblendet wird. Eine solche Scheibe gehört nicht repariert, sondern ausgetauscht. Und zwar immer. Ab ca. 60.000 km Laufleistung ist eine Windschutzscheibe als verschlissen zu betrachten.

Also, fragen Sie einen Autoglas-Experten, der berät sie zutreffend.

Das Prinzip der Steinschlagreparatur ist einfach erklärt: Die Einschlagstelle wird gereinigt und von kleinsten Glassplittern befreit, die Hohlräume werden mit einem Kunststoff-Harz aufgefüllt, das anschließend unter UV-Licht ausgehärtet wird. Danach wird der letzte Rest der Einschlagstelle mit einem sogenannten Finishharz aufgefüllt und wieder unter UV-Licht gehärtet. Zum Schluss wird die Scheibe gereinigt und poliert.

Die Dauer der Reparatur beträgt alles in allem ca. 1 Stunde. Die einzelnen Arbeitsschritte sind zwar kürzer, aber dazwischen entstehen Wartezeiten für das Aushärten etc.

Eine gute Reparatur hinterlässt kaum Spuren, man sieht manchmal also nur bei ganz genauem Hinsehen, dass repariert wurde, das Wichtigste aber ist neben einem guten optischen Ergebnis: Die Funktion der Scheibe ist wiederhergestellt, die Statik repariert.

Definitionen wie z.B.: Eine Reparatur gilt als erfolgreich, wenn 70 Prozent des Schadens optisch behoben sind, sind mit Vorsicht zu genießen, denn wer will das in der Praxis messen oder prüfen. Das geht gar nicht.

Sie sollten davon ausgehen, dass es immer eine kleine optische Beeinträchtigung geben wird. Je besser der Reparateur, je öfter er Steinschläge repariert, desto besser üblicherweise das Ergebnis. Das spricht für Autoglaser, die auf diesem Gebiet Spezialisten sind, und die die Reparatur täglich durchführen.

Zu den Kosten der Reparatur: Im Regelfall werden sie bei Versicherungsverträgen mit Teilkasko von der Versicherungsgesellschaft übernommen. Auch bei bestehender Selbstbeteiligung. Es ist für eine Versicherungsgesellschaft einfach billiger, die Kosten der Reparatur zu übernehmen, als die Kosten zu tragen, die bei einem Austausch der Scheibe nach Abzug Ihrer Selbstbeteiligung, noch zu begleichen sind.

Falls Sie einen Teilkasko-Vertrag mit Werkstattbindung abgeschlossen haben, sollten Sie die Verbundglasreparatur in einer Partnerwerkstatt des Versicherers durchführen lassen, da Sie bei Wahl einer anderen Werkstatt die Kosten zum größten Teil selbst tragen müssen.

Die Behebung eines Steinschlagschadens und die danach entstehende Regulierung der Kosten sind immer ein Fall für die Teilkaskoversicherung. Auf den Schadenfreiheitsrabatt einer Vollkaskoversicherung hat die Regulierung eines Steinschlagschadens generell keine Auswirkung. Man wird also nie hochgestuft, da der Vollkaskovertrag gar nicht betroffen ist.

Sollten Sie den Verursacher ausfindig machen können und gibt dieser auch zu, den Steinschlagschaden verursacht zu haben, dann übernimmt dessen Haftpflichtversicherung die Kosten.

Und zum Schluss. Wer mit einer bestehenden Beschädigung der Windschutzscheibe sein Fahrzeug zur Hauptuntersuchung vorführt, erhält normalerweise keine Plakette, sondern muss die Scheibe entweder reparieren oder austauschen lassen und wieder vorführen.

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