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WDR TV-Beitrag: WDR Servicezeit:Mobil" über "Glasbruch - wie gefährlich ist der Steinschlag wirklich?"
Risiko Windschutzscheibe: SWR Rasthaus bringt autoglaser.de
Historisches zu Autoglas
Fahrzeugglas hat heute eine völlig andere Funktion als noch zu den Anfängen von Glas an Fahrzeugen. Lag zu Beginn der Hauptaspekt noch auf dem Schutz von Passagieren vor Wind und Wetter, so ist diese Funktion zwar auch heute noch essentiell, aber es kamen eine Reihe zusätzlicher, neuer Aspekte hinzu.
Die feststehenden Scheiben von Fahrzeugen sind heute fast immer flächenbündig mit der Karosserie verklebt. Ein Großteil der Verglasung eines Fahrzeugs ist somit zu einem integralen Bestandteil der Gesamtkarosserie-Statik geworden oder, um es plakativer auszudrücken: Ein PKW, bei dem Windschutzscheibe und Heckscheibe zu Karosseriearbeiten ausgetrennt sind, darf nicht ohne Weiteres auf einer Hebebühne angehoben werden, zu groß ist die Gefahr, dass sich die Karosserie komplett verzieht.
Fahrzeugscheiben sind mittlerweile auch zu Hi-Tech Produkten geworden. Um Ihnen einen Eindruck zu geben, was alleine an einer Windschutzscheibe an zusätzlichen Funktionen vorkommen kann: Regensensor, Head-Up-Display, Antenne, Besondere Felder für den GPS-Empfang, Infrarot-Sensoren, vollflächige Beheizbarkeit, Teilbeheizbarkeit. Dazu kommen die Ausrüstung mit infrarotabweisenden Zwischenfolien, es gab auch schon Scheiben mit werksseitig vorgesehener innerer Splitterschutzfolie. Mittlerweile werden einige der Zusatzausstattungen auch kombiniert angeboten, so dass es vorkommen kann, dass eine Scheibe mit bis zu 10 verschiedenen Funktionen ausgerüstet ist.
In jeder Branche gibt es die Pioniere der ersten Stunde. Dazu zählen in Deutschland Freudenberger, München, Menzel, Freiburg, Maykötter, Frankfurt, Neck, Köln, Janssen, Krefeld, Stütz und Prätzlich, Hamburg und Müller, Lübeck. Diese Firmen blicken auf eine teils über 100jährige Tradition zurück, wobei der Schwerpunkt dieser Firmen auf Bau- und Reparaturglas lag. Durch Abwanderung von Mitarbeitern entstand nach dem 2. Weltkrieg bis Mitte der 70-er Jahre die 2. Generation spezialisierter Autoglas-Firmen, zu denen Nässl und Hausberger, München, Reifenberger, Wiesbaden, Sooth, Frankfurt, Proft, Berlin, Pabst, Nürnberg sowie einige andere zählen. Bis zum Ende der 70-er Jahre gab es in Westdeutschland nicht mehr als 25-30 Betriebe, die man als Autoglas-Spezialisten hätte bezeichnen können. Das Autoglas-Geschäft wurde auch von Karosseriebauern, Autolackierern und Autosattlern betrieben. Der weitaus größte Anteil an der Ersatzverglasung entfiel auf das Händlernetz der Automobilhersteller. Bis Ende der 70-er Jahre barg der Einbau von Windschutzscheiben kein großes Montagerisiko. Bis auf sehr wenige Fahrzeuge waren alle Fahrzeuge mit Windschutzscheiben aus Einscheibensicherheitsglas, auch ”Krümelglas” genannt, ausgestattet. Die Windschutzscheiben Scheiben steckten in Gummidichtungen, so dass sie relativ einfach aus- und einzubauen waren. Heute ist die Montage wesentlich aufwendiger und erfordert ein breites Wissen zu Verklebungen, Karosserie und Fahrzeugtechnik. Aus den einstmals 25-30 Betrieben sind etwa 1.200 Unternehmen mit insgesamt ca. 3.000 Betriebsstätten geworden.
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