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WDR TV-Beitrag: WDR Servicezeit:Mobil" über "Glasbruch - wie gefährlich ist der Steinschlag wirklich?"

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Risiko Windschutzscheibe: SWR Rasthaus bringt autoglaser.de

Autoglaser.de Artikel

Risiko Windschutzscheibe - SWR Sendung ''Rasthaus'' verweist auf autoglaser.de

autoglaser.de und SWR TV-TEAM beleuchten das Thema Streulicht.
2 Drehtage in Sindelfingen bei Off Autoglas sowie Aussenaufnahmen am Rande der schwäbischen Alb waren erforderlich, um diesen neuen Beitrag zu erstellen.




Wann lohnt sich der Austausch?

Windschutzscheiben leisten Schwerstarbeit, Tag für Tag, auf jedem Kilometer Fahrt. Sie schützen vor Wind und Regen, vor Staub oder Steinschlag. Ein hartes Auto-Leben, das seine Spuren hinterlässt. Windschutzscheiben von PKW sind Verschleißteile. Bei jeder Fahrt bombardieren Millionen von Partikeln im Fahrtwind das Autoglas wie ein Sandstrahler.

Die Folge sind winzige Verletzungen auf der Oberfläche, die zwar für das Auge praktisch nicht sichtbar sind und dennoch eine schleichende und häufig unterschätzte Gefahr sind. Denn die feinen Trübungen auf dem Glas können zum Beispiel bei tief stehender Sonne ein sogenanntes Streulicht verursachen. Die Sicht am Steuer wird erheblich eingeschränkt, der Fahrer irritiert, das Unfallrisiko ist hoch.

Statistiken, ob und wie viele Crashs in Deutschland auf Streulicht zurückzuführen sind, gibt es nicht. Nur besonders drastische Fälle mit Schwerverletzten oder Toten werden zum Beispiel durch die Presse überhaupt erst bekannt.

Streulicht-Experte Professor Walter Schneider kennt die Unfallrisiken: 
 
"Eine stark abgenutzte Windschutzscheibe verlängert die Reaktionen eines Kraftfahrers und zwar unterschiedlich nach seiner natürlichen Leistungsfähigkeit. Bei den jüngeren Leuten überschreitet das, was im Gerichtsfall jemandem zugestanden wird, nämlich die eine Sekunde als "Schrecksekunde", mindestens um 400 Millisekunden – im Durchschnitt. Und bei Älteren ist es so, dass wir bis zu 2,5 Sekunden Reaktion gemessen haben. Und wenn wir jetzt die eine Schrecksekunde abrechnen, dann ist das eine Verlustzeit von 1,5 Sekunden."  
 
Eine gefährlich lange Zeit. Denn sehr viele Unfälle hätten vermieden werden können, wenn man nur eine Drittel Sekunde mehr Zeit gehabt hätte. Trotzdem: Autofahrer sind bei der Einschätzung des Risikos auf sich selbst gestellt. Zwar kann das gefährliche Streulicht gemessen werden. Allerdings gibt es weder einheitliche Normen, noch eine Prüfpflicht bei der TÜV-Hauptuntersuchung. Daher raten die Fachleute zur regelmäßigen Kontrolle, denn der Verschleiß der Windschutzscheibe ist ganz stark abhängig von den Einsatzbedingungen und der individuellen Pflege. Autoglaser empfehlen deshalb einen jährlichen Sichtcheck und nach einer Gesamtlaufleistung einer Windschutzscheibe von 80.000 bis 100.000 Kilometer sollte sie ausgetauscht werden. Eine Investition also, die sich lohnen kann, auch wenn sie einen finanziellen Kraftaufwand bedeutet: Eine neue Scheibe kostet zum Beispiel für einen VW Golf inklusive Einbau rund 410.- Euro.

Wer klug ist, kann das Leben einer Autoscheibe aber verlängern. Denn kaum einer weiß, dass sie richtig gepflegt werden muss. Die schlimmsten Fehler: Kurz mit dem schmutzigen Scheuerschwamm über die verschmutzte Scheibe. Dann mit der Gummilippe des Abziehers trocknen. Fertig. Das bringt aber nur oberflächlich Verbesserungen. Tatsächlich werden im Mikrobereich kleinste Partikel wie Schmirgelpapier über das Glas gezogen. Das gleiche passiert auch immer dann, wenn Scheibenwischer ohne Wischwasser trocken laufen. Wer die Gummilippen nicht regelmäßig tauscht, gibt der Frontscheibe schnell den Rest. 
 
Unser Rat: 
 
Die Scheibe immer mit möglichst viel und klarem Wasser reinigen. Hartnäckiger Schmutz sollte zunächst angeweicht werden. Mikrofasertücher schonen die gläserne Oberfläche besonders wirksam.

Übrigens: Streulicht kann auch vermieden werden, wenn die Scheibe von innen regelmäßig gereinigt wird, am besten mit einem Glasreiniger. Auch dort sammelt sich der Schmutz.

Die wichtigste Regel ganz zum Schluss:
Halten sie Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug – besonders bei Kieslastern. Sonst droht ein Blindflug – früher oder später.