20 Jahre Schadenmanagement

Kfz-Versicherer setzen auf Schadenmanagement

3. November 2017

Führende Versicherer trafen sich Mitte September zur Innovation Group Kundenkonferenz.

Dort stellte der Schadenmanager seine Pläne vor und zeigte den teilnehmenden Assekuranzen Möglichkeiten auf, ihr Steuerungsvolumen zu erhöhen. Als Verantwortlicher für das Werkstattnetz diskutierte Ullrich Bechmann mit BVdP-Geschäftsführer Robert Paintinger außerdem die Herausforderungen für Kooperationsbetriebe.

20 Jahre Schadenmanagement – unter diesem Motto hatte Innovation Group seine Versicherungskunden nach Stuttgart eingeladen. Im Fokus der Konferenz standen intensiver Austausch und der gemeinsame Blick nach vorn. Als erster und größter unabhängiger Schadenmanager in Deutschland unterstützt Innovation Group 60 Kfz-Assekuranzen und mehr als150 Flotten bei der professionellen Schadenregulierung vom Kundenerstkontakt bis zur Abrechnung.


Den ersten Schaden steuerte Innovation Group am 11. März 1997. Der Auftrag kam von der Württembergischen Versicherung, die bis heute mit dem Schadenmanager zusammenarbeitet.

Instandsetzen vor erneuern gewinnt weiter an Bedeutung
Steigende Schadenkosten setzen die Kfz-Versicherungswirtschaft zunehmend unter Druck, wurde bei dem Treffen deutlich. Nach einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) überstiegen die Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherer im Jahr 2016 deren Einnahmen. Grund dafür sind die erheblich zunehmenden Ersatzteilpreise und deutlicher Mehraufwand bei der Instandsetzung neuerer Fahrzeuge. „Allein die Preise für Ersatzteile sind in den vergangenen fünf Jahren um fünf Prozent pro Jahr gestiegen“, erklärt Ullrich Bechmann, Director Werkstattmanagement bei Innovation Group. Ähnlich schilderte auch Robert Paintinger die Situation aus Sicht des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten (BVdP). Eine entsprechend wichtige Rolle spielt der Instandsetzungsweg und das Konzept ‚instandsetzen vor erneuern‘. „Dabei sind viele Kooperationsbetriebe im Netz von Innovation Group bereits sehr gut auf die Außenhautinstandsetzung von Aluminium und Stahl eingestellt“, unterstrich Ullrich Bechmann.

Robert Paintinger: „Digitalisieren, wo es sinnvoll ist“
Die beiden Schadenexperten Bechmann und Paintinger diskutierten im Rahmen der Kundenkonferenz weitere zentrale Fragestellungen des Schadenmarktes, wie etwa die Schwierigkeiten der Digitalisierung eines extrem analogen Prozesses: der Fahrzeugreparatur. BVdP-Geschäftsführer Robert Paintinger unterstrich: „Uns allen muss klar sein, dass wir nicht jede Einzelheit im Reparatur- und Schadenmanagementprozess erfassen und digitalisieren können. Dazu wäre der Aufwand viel zu hoch. Aber dort, wo es sinnvoll ist, zum Beispiel bei Abwicklungsprozessen, wie schnelle Freigaben und Zahlungen, vielleicht sogar bis hin zur Dunkelverarbeitung, sollten die möglichen Potenziale auf alle Fälle genutzt werden. Dies dient allen Seiten, so lange digitale Prozesse schneller, einfacher und besser sind als analoge.“


Austausch: Teilnehmer der Kundenkonferenz nutzten auch außerhalb der Vorträge die Gelegenheit zum Netzwerken.

„Vorteile digitaler Kommunikation können wir nur gemeinsam erzielen“
Um diese Chancen digitaler Kommunikation besser zu nutzen, arbeitet Innovation Group kontinuierlich an der Optimierung der Prozesse. Ullrich Bechmann zeigte sich überzeugt, dass die Nutzung der Vorteile digitaler Kommunikation nur funktioniere, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und unterstrich: „Wir werden bei unseren Kooperationspartnern künftig präsenter sein und sie bei ihren Herausforderungen unterstützen.“ Hierfür stellt Innovation Group aktuell Kfz-Netzwerkemanager ein, die eine intensivere Betreuung der Werkstätten gewährleisten sollen.

Innovation Group und Wintec Autoglas stärken Vertriebsebene der Versicherer
Sowohl in der Kasko- als auch in der Haftpflichtversicherung gibt es nach Ansicht von Innovation Group und Wintec Autoglas noch deutliche Steuerungspotenziale bei Unfall- und Autoglasschäden. Matthew Whittall will das Engagement der Stuttgarter hier erhöhen: „Unser Ziel ist es, die Versicherer davon zu überzeugen, dass eine höher Steuerungsquote nicht nur Kostenvorteile schafft, sondern auch die Kundenzufriedenheit erhöht“, betonte der Vorstandsvorsitzende und unterstrich mit Blick auf die Werkstätten: „Für die Kooperationsbetriebe bedeutet das mehr Aufträge und eine stärkere Kundenbindung.“ Davon ist auch Markus Buchcik, Leiter Vertrieb der Wintec AG, überzeugt: „Wir stellen die Vorteile der aktiven Steuerung aktuell im Rahmen von Agenturtagungen einiger namhafter Versicherer auf Regional- und Bezirksdirektionsebene vor, wo das Thema auf großes Interesse stößt.“

Quelle: Text und Bilder Innovation Group 03.011.2017

Autor: AUTO.net GLASinnovation
Quelle: Innovation Group AG

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