Von wegen das Jahr klingt ruhig aus!

Der Schadenmarkt gibt zum Jahresende nochmal Gas!

14. Dezember 2016

Am Jahresende wagt man gerne einen Blick zurück und zieht noch einmal Resümee. Was hat das Jahr gebracht, welche Ereignisse haben uns bewegt und gab es tiefgreifende Veränderungen?

Im vergangenen Jahr wehte am Schadenmarkt ein rauer und teils eisiger Wind. Speziell die HUK-Coburg hat mit ihrem HUK-Autoservice die Gemüter in der Automobilbranche erhitzt.Die vielen Teilnehmer am Markt verfolgen stellenweise sehr verschiedene Interessen. Da gab es sowohl Pro, aber noch mehr Contra für den HUK-Autoservice. Und über dieses brisante Thema ist sicher auch noch nicht das letzte Wort gesprochen worden. Warten wir es ab, wie sich der HUK-Autoservice im kommenden Jahr entwickelt.

Zwei große Veranstaltungen, die ganz im Zeichen des „Schadens“ standen, fanden zum einen im vergangenen April mit der Veranstaltung Schadenmanagement & Assistance der Versicherungsforen in Leipzig statt, zum anderen lud dieses Jahr erstmals AUTOHAUS zu seinem großen AUTOHAUS-Schadenforum im Oktober nach Dresden ein. Sucht man nach einem Schlagwort zum Thema, fällt mir nur „Digitale Transformation“ ein. Was sich dahinter verbirgt und warum das Thema Digitalisierung die Branche stark beschäftigt, konnte man in den vielen Vorträgen auf den Veranstaltungen hören. Fazit war hier gleichermaßen: Digitalisierung – das Thema der Zukunft!

Der Sommer und Spätsommer erhitzte nicht nur die Atmosphäre – auch in diesem Jahr fand im Zuge der Automechanika Messe in Frankfurt der Schadentalk – das Branchenevent für die Reparatur von Unfallschäden – statt. Großes Interesse seitens der Besucher zwang die Veranstalter, den Schadentalk in das Forum des Veranstaltungs-Saals und bis in die angrenzende Schadenstrasse auszuweiten. Die Gäste des Schadentalks stellten sich den Fragen der beiden Moderatoren Christian Simmert und Wolfgang Auer – der eine schon viele Jahre als Journalist, der andere viele Jahre als Verleger in der Branche tätig – die mit ihren Fragen und Themen genau den wunden Punkt der Branche trafen: Rechnungskürzungen durch Versicherer und Prüfdienstleister. Hierzu konfrontierte ZKF-Präsident Peter Börner Gerhard Witte vom Prüfdienstleister Control€xpert direkt mit einer Liste ungerechtfertigter Rechnungskürzungen von Werkstätten. Man einigte sich hier wenigstens darauf, sich künftig weiter mit dem Thema auseinander zu setzen. Ob die Parteien weiterhin so agieren oder aufeinander zugehen wollen, bleibt noch offen.



Noch eine wichtige Meldung berührte die Branche im September. Jürgen Schmidt und Steffen Struwe, zweiköpfiger Vorstand des Stuttgarter Schadensteuerers Innovation Group (IG), reichte mit zwei weiteren Mitarbeiterinnen des Führungsteams, Ulrike Thumm und Michele Tancredi, kurzer Hand die Kündigung bei IG ein. Und wieder bot eine Meldung viel Gesprächsstoff und die Gerüchteküche brodelte. Bis uns diese Woche Jürgen Schmidt und Steffen Struwe wieder begegneten. Seit Montag ist es offiziell. Es gibt einen neuen Schadensteuerer am Markt. Von „riparo“ wird man sicher künftig noch mehr hören und lesen.

Matthew Whittall, erst vor wenigen Wochen mit seinen claimbees erneut zurück bei der IG, äußerte sich aktuell in einem Interview mit colornews über die Ziele, die sich die IG für 2017 gesteckt hat. Die Vereinfachung der Abwicklung für Werkstätten wird ebenso forciert, wie die Erweiterung von Schnittstellen zu KSR und Carisma. Weiterhin betonte er, dass die IG auch künftig unabhängig und neutral am Markt agieren möchte. Werkstätten, die eine eindeutige und ausschließliche Richtung als HUK-Partnerwerkstatt einschlagen, sind somit für die IG weniger attraktiv.

Ich schließe das Schadenjahr – verehrte Leser von autoglaser.de – mit einem kurzen Durchatmen über den Jahreswechsel und bin mir sicher, Ihnen auch im kommenden Jahr Spannendes, Informatives und vor allem Neues aus der Schadenwelt berichten zu können! In diesem Sinne kommen Sie unbeschadet in das neue Jahr!

Ihre Martina Weller - Redaktionsteam autoglaser.de 15.12.2016

(Bilder: Martina Weller)

Autor: AUTO.net GLASinnovation
Quelle: AUTO.net GLASinnovation gmbh

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