Was bewegt die Branche?

Ausblick und Chancen für den freien Aftermarket!

3. November 2016

Was muss eine freie Kfz-Werkstatt bzw. ein Kfz-Teilehändler heute schon tun, um auch in Zukunft gegen den immer stärker werdenden Wettbewerb bestehen zu können?

Mit dieser Frage waren wir am 29. Oktober in Würzburg vor Ort bei der Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe von „kfz-Betrieb“, der Fachmedienmarke für das Kfz-Gewerbe. Durch umfassende Vorträge zum Thema Autoglas und einer Live-Verglasung einer Mercedes-Frontscheibe, bot die Veranstaltung viele interessante Informationen.



Mit „Schlachtrufen“, wie: „transformiert euch! Radikal, digital und international“, stach Prof. Dr. Tobias Kollmann, Gründer von autoscout24, direkt in’s „digitale Wespennest“. Er gab einen kurzen Einblick in die digitale Zukunft der Branche. Ohne „digitale Transformation“ gehe einem Unternehmen künftig ganz schön die Luft aus. Wir sehen das allerdings eher pragmatisch. Natürlich sollte ein Unternehmen heute in all seinen Bereichen zukunftsorientiert denken und es versteht sich von selbst, dass man heute auch auf den Zug der Digitalisierung aufspringen sollte, bevor er davon fährt, doch findet das Service- und Schadengeschäft immer noch vor Ort – und zwar bei Ihnen – im Betrieb statt. Handwerkliches Können, Know How und Erfahrung kann nun mal keine Plattform der Welt und keine App ersetzen!

Fakten zum Schadenaufkommen lieferte auch Michael Borgert von BBE Automotive GmbH. Zwar werden Fahrzeuge künftig immer älter, doch die Anzahl der Wartungs- und Reparaturaufträge werden sinken. Auch sollen Fahrzeuge immer sicherer werden, dadurch wird es weniger Schäden geben – diese jedoch werden in ihrer Schadenhöhe pro Fahrzeug deutlich steigen. Durch verstärkte Schadensteuerung erleiden nicht gebundene Betriebe eine Umsatzdämpfung. Der Wettbewerb um jeden einzelnen Kunden tritt in eine neue Dimension.

Connected cars werden eingeführt und die Frage wer nun wann welche Daten erhält, kann schnell beantwortet werden – der Automobilhersteller! Schlussendlich kann der, der eine Information zuerst erhält, als erster ein Angebot abgeben.

Wie sieht es beim freien Teilehandel aus? Die Teilequalität steigt deutlich, d.h. der Teilemarkt macht weniger Umsatz. Gerüchte machen sich breit, dass Amazon evtl. auch in’s Teilegeschäft einsteigen möchte.



Für freie Werkstätten teils gruselige Aussichten!

Doch lassen Sie uns eine aussagekräftige Gegendarstellung machen!

Rund 38.000 freie Werkstätten in Deutschland werden auch in Zukunft nach wie vor ein großes Gewicht besitzen. Wenn Service und Qualität gegeben sind und dienstleistungsorientiert gehandelt wird, dann hat auch die freie Werkstatt und der freie Teilehandel von morgen noch eine faire Chance!

Deutschland wird es nicht zulassen, dass Automobilhersteller oder die Assekuranz ganz und gar die Lenker des Kfz-Schaden- und Servicegeschäftes werden. Dem steht immer noch die Entscheidungsfreiheit eines jeden Autofahrers per Gesetzgebung entgegen! Auch wenn künftig Fahrzeuge autonom unterwegs sein können, wird es noch viele Jahre einen sogenannten Mischverkehr geben.

Also bleiben Sie gelassen, aber trotzdem am Puls der Zeit! So schaffen Sie auch in Zukunft die Hürden, die es zu überwinden gilt.

Ihr Redaktionsteam autoglaser.de 03.11.2016 (Martina Weller)

Autor: AUTO.net GLASinnovation
Quelle: AUTO.net GLASinnovation gmbh

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