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Wie schützt Smart Glass bei tief stehender Sonne im Auto?

9. September 2026

Gerade bei tief stehender Sonne kann der direkte Lichteinfall Autofahrende blenden. Ist Smart Glass verbaut, lässt sich der Lichteinfall im Fahrzeuginnenraum elektronisch steuern.

Je nach Ausführung kombinieren Hersteller verschiedene schaltbare Funktionsschichten, die Transparenz und Lichtdurchlässigkeit verändern können. Das kann den Komfort im Fahrzeuginnenraum verbessern.
 

  • Schaltbare  Funktionsschicht: Smart  Glass enthält elektrisch steuerbare Schichten, die direkt in die  Fahrzeugverglasung integriert sind.
  • Individuelle Beschattung: Transparenz und Lichtdurchlässigkeit lassen sich je nach System per Knopfdruck, Touch-Befehl oder Sprachsteuerung anpassen.
  • Schutz vor Sonne und Wärme: Zusätzliche Glas- oder Zwischenschichten können UV-Strahlung und Infrarotstrahlung reduzieren. Dadurch gelangt weniger Wärme in den Innenraum.

Foto: Carglass®
Smart Glass kann durch zusätzliche Glas- und Zwischenschichten die Transparenz und Lichtdurchlässigkeit anpassen.

Wie funktioniert Smart Glass?

Smart Glass, auch schaltbares Glas genannt, ist ein Oberbegriff für unterschiedliche Technologien. Eine mögliche Schalttechnologie ist PDLC (Polymer Dispersed Liquid Crystal): Flüssigkristalle in einer Polymer-Schicht streuen ohne elektrische Spannung das Licht, die Schicht erscheint opak, also lichtundurchlässig. Wird Spannung angelegt, richten sich die Kristalle aus und die Schicht wird transparent.

PDLC steuert vor allem Transparenz, Sichtschutz und Blendschutz. Zusätzliche Solar-Control-Schichten können Infrarotstrahlung reflektieren oder absorbieren, bevor sie den Innenraum aufheizt.

Welchen Vorteil bietet Smart Glass bei tief stehender Sonne?

Der zentrale Vorteil ist die steuerbare Beschattung großer Glasflächen. Dadurch gelangt weniger direkte Sonnenstrahlung in den Innenraum. Das kann  bei tief stehender Sonne den Komfort im Fahrzeuginnenraum verbessern. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von Verglasung, Fahrzeugmodell, Außentemperatur und den eingesetzten Technologien ab.
 
Künftig könnten vergleichbare Lösungen auch als digitale Sonnenblende im oberen Bereich der Windschutzscheibe eingesetzt werden. Dort müssten sie besonders hohe Anforderungen an klare, unverzerrte und ausreichend lichtdurchlässige Sicht erfüllen.

„Die Seiten- oder Dachscheibe ist schon lange kein rein passives Bauteil mehr, sondern ein aktives elektronisches System, das mit der Bordelektronik des Fahrzeugs kommuniziert“, erklärt André  Lautenschläger, Head of Operational Qualification & Innovation bei Carglass®. „Genau das macht unser Geschäft so spannend, denn das Thema Autoglas entwickelt sich kontinuierlich weiter und das gleiche gilt natürlich auch für uns.“

Die Redaktion autoglaser.de 09.09.2026

Quelle: Text und Bilder Carglass GmbH

 

Autor: Carglass®
Quelle: Carglass®

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