Südwest Classic 2016 in Balingen

Sie sind Klassiker – und zeigen das auch!

8. Juli 2016

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. So auch die Redaktion von autoglaser.de und smart-repair.de, die am vergangenen Wochenende der Einladung von Veranstalter Silvia und Pit Lindner gefolgt ist und zu Gast bei der

"Süd-West Classic Oldtimerrallye" war. Auch dieses Jahr galt das schwäbische Balingen wieder als Ausgangspunkt einer facettenreichen Veranstaltung!

Die Organisation einer solchen Veranstaltung bedarf mehrerer Monate Vorbereitungszeit. Wenn es dann wenige Wochen vorher in die „heiße Phase“ geht, laufen die Drähte bei den Veranstaltern, Silvia und Pit Lindner, dauerheiß.

Was ein Höchstmaß an Organisations- und Logistikgeschick voraussetzt, ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Es gibt für die Organisation und den Ablauf klare Regularien und einen genauen Zeitplan, der eingehalten werden muss. Doch bevor es für die über 60 Teilnehmer in ihren Fahrzeugen auf die Strecke geht, finden sie sich zunächst zur Meldung bei Silvia Lindner und ihrem Team ein.

Silvia Lindner und Pit Lindner, Veranstalter der Süd-West Classic

Mit umfassenden Unterlagen zur Veranstaltung, dem Zeitplan, verschiedenem Kartenmaterial und dem Roadbook (Weginformationen tabellarisch zusammengefasst) ausgerüstet, nehmen die Teilnehmer Aufstellung auf dem Marktplatz zur technischen Abnahme.



Technische Abnahme

Währenddessen herrscht gelassene Stimmung und gute Laune. Die Veranstaltung startet am Freitag bei Sonnenschein, strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen. So lässt das Balinger Publikum, bei Kaffee und Eis, die angenehme Atmosphäre auf sich wirken und sieht entspannt dem naheliegenden Start entgegen.


    


Die Süd-West Classic



Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, bevor es dann zur Startaufstellung geht. Auf der Strecke werden die Teilnehmer zahlreiche Sonderprüfungen absolvieren müssen. Pit Lindner lässt sich hierzu jedes Jahr neue Gadges einfallen. Die Rallye ist inzwischen bekannt für ihre kniffligen Aufgaben. Motivation und Ehrgeiz sind gefordert – nicht nur hier gilt der Beifahrer als „Gehirn“ der Rallye!

Dann ist es endlich soweit! Nur noch 5 Minuten, dann fällt der Startschuss zur diesjährigen Süd-West Classic Rallye!



Benzingeruch steigt in die Atmosphäre, und die Oldtimer warten zum Teil mit beeindruckenden Motorengeräuschen auf!



Unter den Teilnehmern ist dieses Jahr der ehemalige deutsche Automobilrennfahrer Jürgen Barth, der u.a. 1977 bei Langstreckenrennen die 24 Stunden von Le Mans gewann. Barth – schon immer Porsche orientiert – startet mit der Startnummer 30 im Porsche 911 von 1966, mit dem Silvia Lindner und ihre Fahrerin Daniela Wagner schon an der Carrera Panamericana in Mexico teilnahmen.

Nach dem Startschuss liegen nun insgesamt ca. 600 Kilometern vor den Teilnehmern. Die erste Tagesetappe führt die Teilnehmer über das Killertal auf die Schwäbische Alb und ist gespickt mit Herausforderungen, bevor sich die Fahrzeuge zum Marktplatzsprint wieder in Balingen einfinden.


 

Auf der Strecke lauert so manche Geschwindigkeitskontrolle, das erfordern die Gleichmäßigkeitsprüfungen. Ich bin am Freitag unterwegs mit Silvia Lindner und Daniela Wagner. Wir führen geheime Zeitmessungen durch. Die Teilnehmer sind hochkonzentriert und doch haben alle eine Menge Spaß!

Tag zwei startet früh am Morgen. Für mich bereits um 07:15 Uhr! Mit der Hoffnung, die Wettervorhersagen werden sich nicht bewahrheiten, beginnt der Samstag leider doch mit Gewitter und ordentlichen Wassermengen von oben.

Ich fahre mit Pit Lindner los zu den Streckenposten, die gegen Wind und Wetter gerüstet sind. Das Team um Silvia und Pit Lindner erscheint mir wie eine große Familie – hier hilft jeder mit und auf alle ist Verlass!
Erstes Etappenziel ist am Samstag Pfullendorf. Dort treffen nach und nach die Teilnehmer zum Frühstück ein.

Auch für die Auswahl der „Verpflegungsstationen“ sind Silvia und Pit Lindner bekannt. Außergewöhnliche Locations und erstklassige Verköstigung – hier bleibt kein Wunsch offen! Dieses Mal führt uns der Veranstalter tief unter die Erde in den Felsenkeller des Hotel Adler in Pfullendorf. Dieses einzigartige Naturdenkmal aus dem Mittelalter wurde früher u.a. als Eiskeller benutzt. Heute ist er längst ein gesellschaftlicher Treffpunkt und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

    
Felsenkeller Hotel Adler Pfullendorf

Nachdem die nächste Etappe freigegeben wird, starten die ersten Teams bereits zur nächsten Etappe. Ich rücke noch näher an das Geschehen heran und darf mit Martin Block und seinem Beifahrer Tobias Stanoschefsky die nächste Strecke in ihrem BMW 525i von 1981 bis nach Rohrdorf mit fahren. Der E28 bietet mir hierbei noch eine komfortable „Reise“. Im Vergleich zu anderen Fahrzeugen, ist er geräumig und verfügt schon über die wichtigsten Ausstattungen, wie Heizung, Lüftung etc.
Einige Teilnehmer haben bei dem Regenwetter Mühe die beschlagenen Fenster ohne Lüftungs- und Heizungsmöglichkeit frei zu bekommen.

Wir sind am Start und los geht’s auf die Strecke.
Der Beifahrer beginnt sofort die Navi-Sonderprüfung auszutüfteln, um die korrekte Strecke zu finden. Auf Teilen der Strecke geht es richtig zur Sache. Geschwindigkeit und  rallyebetontes Fahren bieten richtigen Fahrspaß!



Martin Block und Tobias Stanoschefsky in ihrem BMW 525i von 1981

Ich genieße viele Kilometer reines Fahrvergnügen und verabschiede mich von den beiden am nächsten Streckenposten, der mich wieder mit zurück nach Balingen nimmt.

Das Wetter bessert sich und in Balingen angekommen, warte ich gespannt auf alle Teilnehmer, die sich nach und nach auf dem Marktplatz zum Marktplatzsprint einfinden.

Noch einmal tauche ich ein in den Geruch von Benzin und dem Aufheulen der Motoren, halte die Veranstaltung nochmal in Bildern fest, bevor ich mich auf den Heimweg mache.



Milos Kaspar und Marie Janak in ihrem Austin Mini 1275 GT von 1973 – das Team mit der weitesten Anreise aus Tschechien.

In der Gesamtwertung gewinnen Arne und Patrick Stumpp in ihrem BMW 2002 Turbo von 1975. Die Siegerehrung wird am Samstagabend gebührend im Werkforum der Firma Holcim in Dotternhausen gefeiert.

Ich verabschiede mich von zwei erlebnisreichen Tagen, gespickt mit außergewöhnlichen Menschen, netten Gesprächen, tollen Fahrzeugen, einer grandiosen Landschaft und schönen Erinnerungen.

Ihr Redaktionsteam autoglaser.de 05.07.2016 Martina Weller

Bilder: Martina Weller
 

Autor: AUTO.net GLASinnovation
Quelle: AUTO.net GLASinnovation gmbh

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